Märkte

Jens Weidmann: Wider die Notenpresse

Der Präsident der Deutschen Bundesbank könnte bald die Nachfolge von Mario Draghi antreten.

«Rettungsanker Geldpolitik?» Das ist die Frage seines Lebens. Jens Weidmann stellt sie als Titel seines Leitartikels in der «Finanz und Wirtschaft» vom 14. April 2001. Nach der Internet-Blase ist die Börse im «freien Fall», wie Weidmann schreibt, und er beglückwünscht die Europäische Zentralbank, weil sie sich dem öffentlichen Druck widersetzt und die Leitzinsen nicht senkt. «Preisstabilität hat Priorität vor Konjunkturstützung. Das war ein guter Entscheid», lautet sein Urteil. Der Ökonom leitet den Stab des Rats der Wirtschaftsweisen, der die Bundesregierung berät.

Weidmann bleibt sich treu. 2012, mittlerweile Mitglied im 25-köpfigen EZB-Rat, stimmt er als einziger Nein, foutiert sich um das Kollegialitätsprinzip und veröffentlicht eine wütende Stellungnahme. Er wirft der EZB vor, sie wolle Staaten über die Druckerpresse finanzieren. Weidmann ist Präsident der Deutschen Bundesbank, der Buba, die einst die stabile D-Mark hegte.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?