Unternehmen / Ausland

Zugfusion von Siemens und Alstom auf der Kippe

Die EU-Kommission will Insidern zufolge Anfang Februar ihr Veto gegen die Fusion verkünden.

(Reuters) Trotz politischer Unterstützung der Regierungen in Berlin und Paris steht die geplante Fusion der Zugsparten von Siemens und Alstom offenbar vor dem Aus. Die EU-Kommission werde am 6. Februar ihr Veto gegen die Fusion bekanntgeben, erklärten mit der Angelegenheit vertraute Personen am Freitag. Die EU-Wettbewerbsbehörden hatten wiederholt Bedenken gegen den Zusammenschluss zum weltweit zweitgrössten Zughersteller geltend gemacht.

Die beiden Unternehmen ringen seit Monaten mit der EU-Kommission um die Fusion der Siemens-Sparte Mobility mit dem französischen Bahntechnikkonzern, der den Hochgeschwindigkeitszug TGV baut. Vor allem EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager hat wiederholt schwere Bedenken geäusasert, da eine Fusion den Wettbewerb gefährde – zulasten von Bahnunternehmen und Passagieren. Siemens lehnte nach Angaben aus Unternehmenskreisen zuletzt weitere Zugeständnisse ab. Die Fusionspartner hatten zuvor angeboten, Teile des Signaltechnikgeschäfts zu verkaufen und Technologie für den Bau von Hochgeschwindigkeitszügen der Konkurrenz zur Verfügung zu stellen. Umstritten war zuletzt auch die Frage, wie weit Siemens seine Zug-Patente öffnen muss.

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