Märkte / Makro

Zerschlagene Iran-Hoffnungen

Die neuen US-Sanktionen zwingen auch europäische Unternehmen zum Rückzug aus dem persischen Markt. Irans Wirtschaft stürzt noch tiefer in die Krise.

Dem Iran droht der Rückfall in die wirtschaftliche Isolation. Diese Woche sind die im Mai angekündigten US-Sanktionen in Kraft getreten.  Sie zielen auf den Handel von Metallen und Mineralien sowie die Auto- und Flugzeugindustrie und verbieten dem Iran die Nutzung des Dollars als Zahlungsmittel. In einer zweiten Runde wird ab November auch der Erdölsektor betroffen sein.

«Wer mit dem Iran weiterhin Geschäfte macht, macht keine mit den USA», liess US-Präsident Donald Trump am selben Tag über Twitter verlauten. Trumps Drohung macht die wahre Dimension der einseitig beschlossenen US-Sanktionen deutlich. Es handelt sich dabei um sogenannte sekundäre Sanktionen. Konkret bedeuten sie, dass US-Firmen nicht mehr mit ausländischen Unternehmen Beziehungen haben dürfen, die im Iran aktiv sind. Auch wenn sich die EU und die Schweiz nicht an den Sanktionen beteiligen wollen, kann es sich faktisch kein grösseres Unternehmen leisten, gegen die US-Massnahmen zu verstossen.

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