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Was Rohstoffpreise bewegt

Angebot und Nachfrage sind für Öl und Basismetalle weniger wichtig als für Agrarrohstoffe. Der Dollareffekt beim Gold hat abgenommen.

Peter Rohner

Als im Sommer die Preise für Agrarrohstoffe in die Höhe schossen, lag die Erklärung auf der Hand. Die Dürre in den USA und später auch rund ums Schwarze Meer drohte das Angebot zu verknappen, und da sich die Nachfrage nach Soja und Mais kaum veränderte, stiegen die Preise. Die Fundamentaldaten wie Angebot und Nachfrage sind für viele Rohstoffmärkte preisbestimmend. Bei Edelmetallen, wo das Angebot nicht beliebig gesteuert werden kann, sind die Fundamentaldaten dagegen weniger wichtig.

Die Rohstoffanalysten von Société Générale haben es genau wissen wollen und anhand einer Hauptkomponentenanalyse (PCA) geschätzt, welche Faktoren für die Varianz der Rohstoffpreise verantwortlich sind. Ihr PCA-Modell umfasst 21 Variablen, die einen Einfluss auf die Rohstoffmärkte haben, aber als nicht fundamental bezeichnet werden. Dazu gehören zum Beispiel die erwartete Inflation, Währungen, Kredit-Spreads, Aktienindizes und die implizite Volatilität. Sie haben sie zu drei erklärenden Faktoren gebündelt: Makro, Dollar und Liquidität zusammen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?