Märkte / Makro

Was eine Volkswirtschaft in der Krise stützt

Automatische Stabilisatoren helfen, eine Rezession zu dämpfen. Die Wirkkraft ist unter Ökonomen aber umstritten – sie dürfte seit der Finanzkrise gesunken sein.

Der Abschwung in weiten Teilen der Eurozone wirft eine wichtige Frage auf: Wie stark und wann sollten Regierungen mit steigenden Ausgaben gegenhalten, wenn aus dieser Wachstumsschwäche eine Rezession wird, wenn Unternehmen Arbeitsstellen abbauen? Dabei richtet sich der Blick der Politiker darauf, ob sie mehr Geld ausgeben sollten, als beispielsweise die steigende Arbeitslosigkeit automatisch an zusätzlichen Kosten verursacht.

Solche Kosten nennen Ökonomen automatische Stabilisatoren, weil sie in einer Krise die Wirtschaft stützen – ohne dass das Parlament über ein zusätzliches Budget abstimmen muss. So lässt die Schuldenbremse in der Schweiz oder Deutschland bewusst jährliche Budgetdefizite für die automatischen Stabilisatoren zu. Dazu gehört auch, dass Ausfälle durch wegbrechende Steuereinnahmen in schlechten Zeiten berücksichtigt werden.

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