Deutschschweiz:
» Sandra Nauer, Köchin
» Gianluca Cavigelli, Massschuhmacher
» Brigham Baker, Installationskünstler
» Andreas Hurr, Textildesigner
» Daniel Wehrli, Industriedesigner
» Nicole Johänntgen, Saxophonisitin

Romandie:
» Valentina Brugnatelli, Schmuckdesignerin
» Jean-Vincent Simonet, Fotograf
» Nicolas Le Moigne, Designer
» Raoul Pagès, Uhrmacher
» Louisa Gagliardi, Kunstmalerin
» Quentin Mouron, Schriftsteller

 

Sandra Nauer, Köchin:
Sandra Nauer (27) gehört zur jungen Generation von Spitzenköchen. Diesen Sommer etwa hat die Zeitschrift «Marmite» sie unter die Top 20 Nachwuchstalente nominiert, die um den Titel Youngster Selection 2017 kämpfen. Immerhin gehören zur Jury so prominente Chefs wie Ivo Adam, André Jaeger und Tanja Grandits.

Dass Sandra ein vielversprechendes Talent ist, weiss man schon, seit sie 2009 den zweiten Platz im Nachwuchswettbewerb «La Cuisine des Jeunes» und 2010 die Bronzemedaille an der Kochkunstschau der Fachmesse ZAGG Luzern gewonnen hat. Erfahrungen sammelte sie u.a. in den Zürcher In-Restaurants Brasserie Schiller, Sonnenberg und Roter Kamm. Seit März kocht sie im vegetarischen Restaurant Tibits in Zürich Seefeld. Sicher hat sie auch ihr letztjähriger Kulturaufenthalt in Indien inspiriert.

 

Gianluca Cavigelli, Massschuhmacher
Vor drei Jahren gründete Gian-Luca Cavigelli (28), Freiburger mit Bündner Wurzeln, mit seinem Bruder Florian Le Majordome, ein ambitiöses Konzept, um den Mythos des rahmengenähten Massschuhs neu zu definieren und erschwinglich zu machen. Sein Fachwissen über Schuhe und ihre Herstellung hat er sich während vieler Reisen durch Italien, Spanien, Portugal und die Türkei geholt.

In Läden in Zürich und Freiburg werden die Füsse der anspruchsvollen Kundschaft nach dem eigenen Passformkonzept gescannt. Handgefertigt werden die edlen Treter in alter Handwerkstradition im Südosten Spaniens. Bevor er Unternehmer wurde, machte Gian-Luca eine Karriere als Profi-Snowboarder, die ihn um die Welt und an mehreren Big-Air-Weltmeisterschaften aufs höchste Podest führte. www.lemajordome.ch

 

Brigham Baker, Installationskünstler
Als Preisträger 2016 der Kiefer Hablitzel Stiftung ist Brigham Baker (27) einer der vielversprechendsten Künstler hierzulande. Vor vielen Jahren zog der junge Kalifornier in die Schweiz. Er lebt und arbeitet in Zürich, wo er 2012 bis 2015 an der ZHdK den Bachelor of Art in Fotografie machte.

Seine Werke sind poetisch-technische Installationen aus verschiedensten, oft gefundenen Materialien. Er zeigte sie in vielen Ausstellungen namhafter Galerien und Kunstinstitute. Das nächste Mal im Espaces «Le Commun» in Genf (ab 20. Oktober) und im Espace Arlaud des Kunsmuseums Lausanne (ab 2. Dezember). Gegenwärtig läuft seine Schau «Other Natures» in der Jules Maeght Gallery in San Francisco – ein besonderes Ereignis für ihn: die erste Ausstellung in seiner Heimat. www.brighambaker.net

 

Andreas Hurr, Textildesigner
2012 eröffnete Andreas Hurr (35) am Zürcher Limmatquai seine Boutique mit dem sinnigen Namen Seidenmann. Sein Reich sind hochwertige Accessoires aus Seide, von Pochettes und Schals bis zu Grand Foulards und sogar Fliegen und Krawatten. Sein Erfolg basiert auf dem künstlerisch vielfältigen, immer wieder überraschenden und zauberhaften Design, das er stets selbst entwirft.

Die seidenen Preziosen werden in Como bedruckt und in kleinen Manufakturen im Appenzell handrolliert. Andreas Hurr hat Textildesign in Reutlingen (D) studiert, später folgten ein Praktikum bei Wolfang Joop und vier Jahre als Designer beim Zürcher Seidenhaus Fabric Frontline. Am 12. Oktober präsentiert er in seiner Boutique die neue Herbst-/Winterkollektion. www.seidenmann.ch

 

Daniel Wehrli, Industriedesigner
Daniel Wehrli (32) ist die Verbindung von Schreinerhandwerk und Industrie ein Anliegen. Er studierte an der ECAL in Lausanne und an der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW HGK in Aarau. Nach Arbeitsaufenthalten in Japan und bei Stephen Burks in New York gründete er 2015 sein eigenes Studio in Aarau. Seit dem ersten Auftritt am Salone Satellite 2015 der Mailänder Möbelmesse arbeitet er für internationale Möbelbrands.

Daniel hat verschiedene Designpreise gewonnen, so den Award for Excellence in furniture design der Präfektur Ishikawa (Japan) und 2012 eine Auszeichnung am VSSM Wood Award. 2015 wurde die Garderobe SLED vom deutschen Hersteller Schönbuch lanciert. Im selben Jahr präsentiert Zoom by Mobimex die Bank WEDA an der Mailänder Möbelmesse. www.danielwehrli.ch

 

Nicole Johänntgen, Saxophonisitin
Die Saxophonistin und Komponistin Nicole Johänntgen, 1981 in Deutschland geboren, wohnt seit 2005 in Zürich und gehört zu den spannendsten Jazzmusikerinnen Europas. Sie lancierte verschiedene eigene Formationen, etwa die Band Nicole Jo oder das NJQ Nicole Johänntgen Quartet. Die Jazzerin spielte in ganz Europa, in den USA, im Fernen Osten und ist weltweit an verschiedenen Musikprojekten beteiligt.

2013 gründete sie das Projekt SOFIA (Support Of Female Improvising Artists). Neben vielen anderen Auszeichnungen erhielt sie 2015 den JTI Trier Jazz Award und 2016 das Stipendium New York Atelier der Stadt Zürich. Am 6., 13. und 20. November gestaltet sie als Artist in Residence drei Abende im Zürcher Jazzclub Moods. «Eine grosse Ehre, auf die ich mich riesig freue!» www.nicolejohaenntgen.com

 

Valentina Brugnatelli, Schmuckdesignerin
Valentina Brugnatteli entwirft seit über zwanzig Jahren Luxus-Schmuckkollektionen für Haute-Couture-Häuser in Paris und Mailand. Sie kreiert auch Unikate für Privatkunden aus aller Welt.

2012 gründete die Designerin italienisch-dänischer Abstammung ihre eigene Luxus-Schmuckmarke, die sie international vertreibt. Ihre Stücke werden von den besten Handwerkern in Italien hergestellt. Sie zeichnen sich durch höchste Qualität und jede Menge Einfallsreichtum aus.

 

Jean-Vincent Simonet, Fotograf
Jean-Vincent Simonet, 1991 geboren, lebt und arbeitet in Lausanne. Er schloss 2014 sein Studium an der ECAL ab, wo er zwei Jahre als Assistent von Milo Keller, dem Leiter der Fotografie-Abteilung, tätig war.

2015 erhielt er für sein mutiges und zeitgemässes Werk «Maldoror» den Swiss Design Award und wurde auch für den Fotografie-Talentwettbewerb Foam Talent 2015 nominiert. Von September bis Dezember 2016 ist er für sein neues Projekt in Tokio unterwegs.

 

 

Nicolas Le Moigne, Designer
Nicolas Le Moigne leitet seit seinem Studienabschluss an der ECAL (kantonale Kunstschule in Lausanne) den Studiengang zum Master of Advanced Studies in Design for Luxury & Craftmanship und treibt parallel dazu seine persönliche Karriere als Product Designer voran.

Seit vier Jahren arbeitet er regelmässig als Design Consultant für internationale Luxus- und Industriekonzerne. Nicolas Le Moigne hat für seine Kreationen bereits mehrere namhafte Preise wie den Swiss Federal Award eingeheimst. 2016 wählte ihn das Magazin «Wallpaper» zu den 20 Designern der Zukunft.

 

Raoul Pagès, Uhrmacher
Raoul Pagès entdeckte die Uhrmacherei im Alter von 15 Jahren wie eine Offenbarung. Er studierte an der prestigeträchtigen Uhrmacherschule in Le Locle, wo er noch heute als Experte tätig ist.

Nach seinem Abschluss spezialisierte er sich auf die Restauration alter Uhren und übte sein Talent sowohl an komplizierten Vintage-Uhren als auch an mehrere hundert Jahre alten Pendeluhren und Automaten aus. Heute kreiert er auch seine eigenen Uhren. Im Mai 2016 wurde die in der Schweiz handgefertigte und auf 10 Stück limitierte «Soberly Onyx» lanciert.

 

Louisa Gagliardi, Kunstmalerin
Louisa Gagliardis berufliche Laufbahn schien von Anfang an vorgegeben. Die Tochter einer bildenden Künstlerin und eines Architekten wurde von ihrer Tante in die klassische Malerei eingeweiht. Schon bald stand für die Kunstfanatikerin fest: Sie würde an der ECAL studieren. 2012 machte sie dort ihren Bachelor in Graphic Design.

Nachdem sie mit mehreren Büros zusammengearbeitet hatte, eröffnete sie 2015 ihr eigenes Grafikstudio und malte ihre eigenen Bilder. Ihre Werke wurden in Zürich, New York, Dublin, Brüssel und anderen Grossstädten gezeigt. 2016 hatte sie ihre erste Soloausstellung und beteiligte sich am Projekt 89plus.com, das unter anderem vom einflussreichen Kurator Hans-Ulrich Obrist der Serpentine Gallery geleitet wurde. Sie erhielt bereits mehrere Preise, unter anderem den Swiss Design Award und den Pullmann X Wallpaper, und gewann 2016 zwei Künstlerresidenzen, eine bei der Fondation Suisse in Paris, die andere in der La Breca Residency in Los Angeles.

 

Quentin Mouron, Schriftsteller
Quentin Mouron wurde 1989 in Lausanne geboren und lebte bis zu seinem 20. Lebensjahr in Europa und Nordamerika. Sein 2011 veröffentlichtes Erstlingswerk «Au point d’effusion des égouts» (Preis Alpes-Jura 2012) stiess in der Romandie auf sehr grosses Echo. Der Autor mit schweizerisch-kanadischen Wurzeln schrieb bisher fünf Romane und tritt neben seiner Schriftstellerarbeit beim Westschweizer Radio RTS la Première (Sendung «Beaux-Parleurs») als Kolumnist auf.

Eben gerade ist sein fünfter Roman «L’Âge de l’héroïne» erschienen. Sein viertes Buch «Trois gouttes de sang et un nuage de coke» ist als Taschenbuch erhältlich und wird derzeit auf Englisch, Deutsch und Italienisch übersetzt.