Unternehmen / Ausland

Vorsicht vor zu hoher Verschuldung

General Electric und Kraft Heinz verdeutlichen es. Gesellschaften mit viel Fremdkapital müssen ihre Bilanz stärken. Darunter leiden meist die Aktionäre.

Die Kurve macht Angst. Denn seit dem Ende der Finanzkrise klettert sie nach oben. Die Verschuldung der US-Unternehmen ausserhalb der Finanzbranche steigt gemessen an der jährlichen Wirtschaftsleistung immer weiter. Ewig kann das gemäss David Rosenberg nicht weitergehen. Der Chefökonom und Stratege des Vermögensverwalters Gluskin Sheff sieht in den Bilanzen der amerikanischen ­Unternehmen «nach Jahren von durch Schulden angetriebenen epischen Aktienrückkäufen und Übernahmen eine gigantische Blase», wie er schreibt.

Erste Unternehmen mussten bereits reagieren. General Electric verkaufte im Februar Geschäftsbereiche für 21 Mrd. $  – mit einem Schuldenberg von 110 Mrd.  gehört die Industriegesellschaft zu den Schuldenkönigen der USA. Ebenfalls im Februar kündigte der hoch verschuldete Nahrungsmittelkonzern Kraft Heinz die Kürzung der Dividende um mehr als ein Drittel an. Die Sorge um die Verschuldung zeigt sich auch bei den Investoren. Laut einer Umfrage der Bank of America Merrill Lynch unter Portfoliomanagern ist die Stärkung der Bilanz der mit Abstand präferierte Verwendungszweck der Geldmittel.

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