Unternehmen / Gesundheit

Straumann lieber allein als mit Align

Das Schweizer Dentalunternehmen verzichtet auf eine Kooperation und muss im Zusammenhang mit Patentstreitigkeiten weitere 16 Mio. $ an Align zahlen.

Straumann verzichtet auf eine Kooperation mit Align Technology. Als Folge davon muss der Basler Zahnimplantathersteller dem US-Konkurrenten weitere 16 Mio. $ zahlen. Die Möglichkeit einer Zusammenarbeit war Bestandteil eines Vergleichs, den die Straumann-Tochter ClearCorrect im März mit dem amerikanischen Dentalunternehmen in einem Patentstreit geschlossen hatte.

Bei der Zusammenarbeit wäre es um Entwicklung und Vertrieb von Scannern für den Mundinnenraum (intraorale Scanner) gegangen. Zwar waren die finanziellen Bedingungen des Align-Angebots attraktiv. Doch Straumann befürchtete, der Konkurrent könnte Einblick in die Kundenstruktur erhalten.

Alter Streit

Der Vergleich vom März kostete Straumann 35 Mio. $. Im Gegenzug stellte Align die hängigen Verfahren wegen Patentverletzungen gegen ClearCorrect ein. Die Rechtsstreitigkeiten gehen auf 2011 zurück. Zum Zeitpunkt der Übernahme von ClearCorrect 2017 stellte Straumann einen Teil des Kaufpreises von 140 Mio. Fr. für die Begleichung von Prozesskosten zurück. Per saldo rechnete Straumann diesen März mit einem Sonderaufwand von 8 Mio. Fr. Nun werden es 24 Mio. Fr. sein, die dem Semesterergebnis belastet werden. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?