Während bei Kursen von 9760/9790 im Mai noch verkauft wurde, änderte sich die Stimmung im Juni: Der SMI (SMI 9'649.91 +0.25%) übersprang diese technische Hürde, und sie vollzog einen Rollentausch – derzeit werden Rückschläge in ihre Richtung zu Käufen genutzt, sodass sie nun als Stabilisierungszone dient. Doch auch eine stärkere Korrektur zurück an den unteren Randbereich des mittelfristigen Schwankungskorridors (blaue Fläche) um 9200/9500 müssen Anleger einkalkulieren, denn der Markt befindet sich derzeit am oberen Grenzbereich dieses Prognoseinstruments und ist damit als leicht überhitzt zu definieren.

Auch der Spielraum im langfristigen Bewegungskanal (braune Fläche) ist fast ausgeschöpft, was Gewinnmitnahmen erfahrungsgemäss begünstigt. Auf dieser Zeitebene ist aber besonders gut zu erkennen, dass der Seitwärtstrend der Vorjahre (grau) in einen Aufwärtstrend umgeschwenkt ist (grün). In den kommenden Monaten steigt dessen Obergrenze weiter, ebenso ist dies bei den Schwankungskorridoren der Fall. Dadurch entsteht dann auch auch statistischer Sicht wieder frisches Potenzial für den SMI. Unabhängig davon sollten Anleger, die angesichts der aktuellen Rahmenbedingungen ihr Chance-Risiko-Verhältnis bei neuen Käufern verbessern wollen, vor einem Neueinstieg kleinere Korrekturen abwarten.