Unternehmen / Ausland

Siemens-Chef glaubt nicht mehr an Zug-Fusion

Joe Kaeser will für die Fusion mit dem französischen Konkurrenten Alstom nicht weiter auf die Wettbewerbshüter der EU zugehen.

(Reuters) Bei Siemens-Chef Joe Kaeser schwindet die Hoffnung auf eine Genehmigung der Zug-Fusion mit dem französischen Rivalen Alstom. «Es wäre für alle Beteiligten gut, wenn sie gelänge. Wir werden sie aber nicht um jeden Preis suchen», sagte Kaeser am Mittwoch vor der Hauptversammlung in München. Wenn die EU-Kommission den Zusammenschluss ablehne, «dann werden wir uns damit abfinden und einfach weitergehen». Die Zug-Sparte Siemens Mobility erlebt gerade einen Auftragsboom. Siemens und Alstom wollten mit dem Zusammenschluss zur weltweiten Nummer zwei dem chinesischen Marktführer CRRC Paroli bieten, weil sie fürchten, dass er bald massiv in Europa auf Kundenfang geht. Kaeser sagte: «Das ist die einzig richtige Antwort darauf, wenn staatsgelenkte Unternehmen Zugang zum Weltmarkt suchen.»

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