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SGS macht vorwärts

Der Warenprüfkonzern stösst im Rahmen der angekündigten Portfolioüberprüfung die US-Tochter Petroleum Service Corporation ab. Die Aktien machen Terrain gut.

Der Warenprüfkonzern SGS (SGSN 2'201.00 -0.59%) veräussert die Tochter Petroleum Service Corporation (PSC). Neuer Eigentümer wird Aurora Capital Partners, die die Gesellschaft für 335 Mio. $ übernimmt, wie SGS am Montag mitgeteilt hat.

Der Verkauf entspricht der am Investorentag 2018 angekündigten Portfoliostrategie, wonach sich SGS von Unternehmensteilen mit zusammen 350 Mio. Fr. Umsatz trennen will. Durch die Veräusserung von PSC macht der Konzern einen grossen Schritt. Abgeschlossen ist die Portfolioüberprüfung damit nicht, wie SGS-Sprecher Daniel Rüfenacht zu «Finanz und Wirtschaft» bestätigt. Weitere kleinere Transaktionen werden folgen, wobei sich SGS keinen fixen Zeitrahmen gesetzt hat.

Verbesserung der Ebit-Marge

Bei PSC handelt es sich laut SGS um das grösste Unternehmen in den USA, das Dienstleistungen wie Produktumschlag und Standortlogistik für die Petrochemie sowie die Märkte Raffinerie, Midstream und Seetransport anbietet. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Baton Rouge im Bundesstaat Louisiana erzielte 2018 mit  3500 Beschäftigten rund 300 Mio. $ Umsatz oder 4% des Konzernumsatzes. PSC war seit 2004 im Besitz von SGS.

Gemäss Rüfenacht erwirtschaftet PSC eine Ebit-Marge im hohen einstelligen Prozentbereich. Der Verkauf verbessert somit die operative Marge von SGS, die im vergangenen Jahr 14,1% betrug.

Die Aktien von SGS lagen am Montagvormittag mit einem Kursgewinn von rund 1% an der Spitze der SMI-Unternehmen. Sie verkehren mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 26 für 2019 in der unteren Hälfte der langfristigen Bewertungsbandbreite.

 

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