Ihr Browser ist veraltet. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser auf die neueste Version, oder wechseln Sie auf einen anderen Browser wie ChromeSafariFirefox oder Edge um Sicherheitslücken zu vermeiden und eine bestmögliche Performance zu gewährleisten.

Zum Hauptinhalt springen

Überraschender Wechsel bei SGS

De Daniel startet am 15. Februar beim Warenprüfkonzern SGS.

Im Operations Council, im Führungsgremium von SGS, kommt es zu einem Wechsel. Dominik de Daniel tritt dort per 15. Februar die Nachfolge von Carla De Geyseleer als Chief Financial Officer (CFO) an. Sie hat ihren Rücktritt eingereicht, «um andere Karrieremöglichkeiten zu verfolgen», wie es in einer Mitteilung des Genfer Test-, Inspektions- und Zertifizierungskonzerns heisst.

Der 43-jährige Deutsche de Daniel ist ein erfahrener Finanzmann. In den vergangenen achtzehn Jahren hat er mehrere CFO-Posten in verschiedenen führenden, kotierten Unternehmen im Sektor für Geschäftsdienstleistungen bekleidet. Zwischen 2006 und 2015 war er unter anderem Finanzchef beim Personalvermittler Adecco. Seither und bis zu seiner Ernennung bei SGS amtierte er als CFO und Chief Operations Officer bei IWG, einem global führenden Unternehmen für flexiblen Büroraum.

Bei Adecco sorgte de Daniel dafür, dass der Fokus bei den Finanzen von der Marge auf Cash geändert und dass zügig auf zyklische Veränderungen reagiert wurde. Auch setzte er eine rigorose Kostendisziplin durch. Weiter war er eine treibende Kraft hinter mehreren Übernahmeprojekten.

Weitere Veränderungen erwartet

«De Daniel ist ein Schaffer mit ausgeprägten Führungsqualitäten», lobt ihn Jean-Philippe Bertschy, Analyst bei der Bank Vontobel. Er werde mit seiner starken Persönlichkeit seinen Platz im Operations Council beanspruchen und bisherige Strukturen aufbrechen. «Es dürfte weitere radikale Veränderungen geben», meint Bertschy.

Der Abgang von De Geyseleer kommt überraschend. Noch am 22. Januar hatte sie an der Präsentation der Jahreszahlen 2018 von SGS teilgenommen und für ein Porträt in der «Finanz und Wirtschaft» Red und Antwort gestanden. Sie sei noch «nicht müde, Finanzchefin zu sein», sagte die fünfzigjährige Belgierin damals. Bei SGS hatte sie den CFO-Job seit 2014 inne. Zuvor war sie in gleicher Funktion schon bei der niederländischen Tochtergesellschaft des Mobilfunkanbieters Vodafone, Vodafone Libertel, sowie beim Logistikunternehmen DHL Express Benelux tätig gewesen.

Bei SGS war De Geyseleer massgeblich an den strategischen Plänen für 2020 beteiligt und an der Transformation der Bereiche Beschaffung und geteiltes Servicecenter, wo die Kostensparvorgaben übertroffen wurden. Sie brachte auch eine Reduktion des Umlaufvermögens von über 5% des Umsatzes (2014) auf weniger als 1% (2018) zustande, was für den Konzern zusätzliche Barmittel von über 300 Mio. Fr. nutzbar machte.

Keine Meinungsverschiedenheiten

Erst vor kurzem hat sie zudem eine Überprüfung der gesamten Preisgestaltung initiiert. Meinungsverschiedenheiten mit CEO Frankie Ng oder dem Verwaltungsrat habe es nicht gegeben, hiess es zu ihrem Rücktritt bei SGS.

De Geyseleer war eine der wenigen weiblichen Top-Führungskräfte in den Schweizer kotierten Unternehmen und eine von zwei Frauen im 22-köpfigen Operations Council von SGS.

Worin ihre anderen Karrieremöglichkeiten bestehen, war nicht zu erfahren. De Geyseleer stand für Auskünfte nicht zur Verfügung. Im vergangenen September ist sie als Verwaltungsrätin bei der Liechtensteiner Befestigungstechnikgruppe Hilti nominiert worden. Sie soll an der Generalversammlung im kommenden April gewählt werden. Daran ändere sich nach ihrem Rücktritt bei SGS nichts, hiess es bei Hilti.

Die komplette Historie zu SGS finden Sie hier. »

Aktien-Alert

Von ABB bis Züblin – erhalten Sie sofort eine E‑Mail, sobald ein neuer Artikel zum Unternehmen Ihrer Wahl erscheint.

Um diesen Service zu nutzen, müssen Sie sich einloggen oder registrieren.