Unternehmen / Finanz

Graubündner Kantonalbank erfüllt die Erwartungen

Niedrige Zinsen und der Wegfall von Retrozessionen belasten das Ergebnis der Graubündner Kantonalbank. Dennoch liegt das Resultat im Rahmen der Erwartungen, der Konzerngewinn konnte gar gesteigert werden.

Der operative Gewinn der Graubündner Kantonalbank lag im vergangenen Jahr mit 179,1 Mio. Fr. zwar am oberen Ende der eigenen Erwartungen, verzeichnete aber gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von 3,9%. Nur dank dem Gewinn von 16,8 Mio. Fr. aus dem Verkauf der Swisscanto-Beteiligung konnte der Konzerngewinn um 4,4% auf 168,2 Mio. Fr. gesteigert werden.

Wegfallende Retrozessionen reduzieren Erfolg

Negative Zinsen und Kosten für Absicherungsgeschäfte reduzierten den Erfolg aus dem Zinsgeschäft um 2,3% auf 230,3 Mio. Fr. Das Kommissions- und das Dienstleistungsgeschäft verzeichneten einen Rückgang von 5,6% auf 106 Mio. Fr., was auf den Verlust attraktiver ausländischer Anlagevermögen und auf Mindererträge aus den Retrozessionen zurückzuführen ist. Der Rückgang aus dem Zins- und dem Kommissionsgeschäft konnte auch durch den Anstieg des Erfolgs aus dem Handelsgeschäft um 7,7% auf 22,3 Mio. Fr. nicht wettgemacht werden. Es dürfte auch künftig schwierig bleiben, den Ertrag zu steigern, da weder im Zinsgeschäft noch im Kommissionsgeschäft mit einer Entspannung gerechnet werden kann. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?