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Der Praktikus vom 31. Mai 2014

Die Themen: Die Depot-Gebührenerhöhungen der BKB, hohe Rückforderungskosten für die Quellensteuer, die turbulente LifeWatch-GV und die durch Von Roll lancierte Wandelanleihe.

«Zwang ist nicht Produktion, sondern Zerstörung. Oh! Wäre Zwang Produktion, wäre unser Frankreich reicher, als es ist.»
Frédéric Bastiat
1801–1850, frz. Ökonom und Politiker

Lieber Investor

Sie kennen mich. Ich bin Zürcher. Aber ich kann auch Fremdsprachen: «Mee git nyt!» Der Basler Geiz ist sprichwörtlich. Em Bebby sy Bangg, die Basler Kantonalbank (BKB), beherzigte ihn, als sie 1996 in einer Schweizer Pioniertat die Discount Direct für den Wertschriftenhandel gründete. Die Kunden der Einheit, die 2001 als BKB-EasyTrading in die BKB integriert worden war, profitierten jahrelang von unschlagbar günstigen Konditionen. Nun gilt das auf einmal nicht mehr.

Preisschock für BKB-Kunden

Das Institut mit Staatsgarantie teilte seinen Kunden brieflich mit, dass per 1. Juli die Konditionen von BKB-EasyTrading «den marktüblichen Preismodellen» angepasst würden. Konkret heisst das, dass die Depotgebühr pro Quartal nicht mehr im Minimum 15 Fr., sondern 25 Fr. zuzüglich Mehrwertsteuer kostet. Einen noch grösseren Preisschock haben die Kunden bei telefonischen Wertschriftenaufträgen zu gewärtigen. Die Kosten für den Handel mit an der SIX Swiss Exchange kotierten Wertpapieren verdreifachen sich hier von 30 auf satte 90 Fr. pro Auftrag. Na ja, von irgendwoher muss die BKB wohl das Geld nehmen, um die voraussichtlich mächtige Busse in den USA zu bezahlen.

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