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Der Praktikus vom 28. Mai 2014

Die Themen: Nick Hayek und die Credit Suisse, nichtssagende Mitteilungen von TheraMetrics, den Patron von Ypsomed, GE und der Champions-League-Final.

Praktikus
««Ich glaube, dass Leute, die das Geld zu dem einen Götzen zu stempeln versuchen, der an allem schuld ist, mit vormodernen Zuständen kokettieren.»»
Franz Schuh
(österreichischer Essyist, geb. 1947)

Lieber Investor

Eines muss man Nick Hayek lassen: Er sagt, was er denkt. Das mag ich. In der letzten «SonntagsZeitung» wurde der Chef der Swatch Group gefragt, mit welchen Banken er zusammenarbeite, jetzt, da die Credit Suisse für die USA eine «kriminelle Bank» sei. Die Antwort von Hayek im Wortlaut: «Kriminelle Bank ist ein Pleonasmus.» Autsch. Diese Aussage war nicht fair allen rechtschaffenen Banken und Bankern im Land gegenüber.

Aber davon abgesehen: Es ist schon erstaunlich, wie erschütterungsfrei das Schuldeingeständnis der Credit Suisse über die Bühne ging. Es war das erste Schuldeingeständnis einer grossen, systemrelevanten Bank in den USA seit mehr als zehn Jahren, und alle tun so, als wäre es Business as usual. VR-Präsident und CEO können erklären, sie hätten «persönlich eine weisse Weste» und hätten von Kunden «viel Zuspruch» erhalten. Soso, Zuspruch von Kunden. Das will ich auch mal erhalten, wenn ich Mist baue.

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