Audemars Piguet

Mit dieser Royal Oak Concept stellt Audemars Piguet die erste mechanische Uhr der Welt mit Laptimer-Funktion vor. Die Idee hatte Michael Schumacher, Botschafter der Manufaktur aus Le Brassus, ihren Entwicklern 2010 vorgeschlagen. Im Gegensatz zu solchen, rein vom Marketing motivierten Liaisons, beteiligte sich der legendäre Formel-1-Pilot, der während seiner ganzen Karriere auch ein aussergewöhnlicher Autotuner war, intensiv an der Entstehung dieser neuen Komplikation. Die Uhr war vor achtzehn Monaten denn auch praktisch produktionsreif, Werk und Habillage inbegriffen.

Nach Schumachers Skiunfall im Dezember 2013 stellte sich natürlich die Frage, ob das Projekt weitergeführt werden solle. Schliesslich wollte seine Familie das Vorhaben zum Abschluss bringen (ohne zusätzlich davon zu profitieren). Damit bereichert dieser Chronograph die Funktionspalette der mechanischen Stoppuhr, indem seine beiden Sekundenzeiger abwechselnd zwei verschiedene Werte stoppen können: Der eine hält die Zeit der letzten Runde fest, während der andere die der aktuellen Runde misst. Diese Royal Oak Concept, Zeugin von Michael Schuhmachers Passion für edle Mechanik, wird in einer limitierten Serie von 221 Exemplaren produziert.

Parmigiani

Zur Feier der zehnjährigen Zusammenarbeit mit Bugatti präsentiert Parmigiani dieses Jahr drei Einzelstücke in einer Jubiläumsedition, die dem berühmten Rennstall aus dem elsässischen Molsheim und seinem legendären Piloten Pierre Veyron gewidmet ist, der dem heutigen Boliden mit 1200 PS den Namen gab. Eines der Kriterien für die Wahl eines Uhrenpartners war für Bugatti, dass er unabhängig war sowie technische Kreativität und Perfektion bewies. Diese Erwartungen der legendären Automarke erfüllte bereits die erste von Parmigiani in diesem Rahmen entwickelte Uhr, die vom Bugatti Veyron inspirierte Bugatti Type 370. Das als Weltpremiere in Form eines Motorblocks am Handgelenk konzipierte Modell mit seitlicher Zeitanzeige ist auf der Basis einer durchgehenden Achse zusammengebaut statt wie üblich auf der ebenen Fläche einer einzigen Werkplatte.

Die verschiedenen Werkmodule sind deshalb in Sektionen auf fünf Platinen montiert, die in der röhrenförmigen Verlängerung des Motorblocks aneinandergereiht sind, den wie beim Automotor eine Antriebswelle durchquert. Diese erste Parmigiani-Bugatti-Uhr bildete selbstverständlich auch die Basis der dreiteiligen Jubiläumsausgabe mit den Modellen Mythe (als Symbol der Allianz von Industrie und Handwerk), Bugatti Victoire (im Zeichen der Geschwindigkeit und der Stärke) sowie dieser Bugatti Révélation als Verkörperung der Identifikationssuche zwischen Uhr und Auto. Eine Symbiose, die aufs Perfekteste funktioniert.

Zenith

Aus Anlass ihres 150. Geburtstags ist die Uhrenmarke Zenith dieses Jahr Partnerin und offizielle Zeitnehmerin der Tour Auto Optic 2000 geworden. Zu den Teilnehmern dieses Wettbewerbs mit jährlich fünf Rennen für historische Rennwagen gehört 2015 auch der Extrem-Fallschirmspringer und Zenith-Botschafter Felix Baumgartner. Für diesen Anlass gibt die Manufaktur eine auf 500 Exemplare limitierte Serie der Stoppuhr El Primero Chronomaster 1969 heraus. Wie der Name verrät, ist sie mit dem Kaliber El Primero ausgestattet, dem ersten Serien-Chronographenwerk, das dank der hohen Frequenz von 36 000 Halbschwingungen pro Stunde ermöglicht, mechanisch auf die Zehntelsekunde genaue Zeitintervalle zu stoppen.

Das 1969 erstmals erschienene Werk wurde in diesem Bereich zum eigentlichen Massstab der gesamten Uhrenindustrie. Als Zenith 2003 eine charakteristische Öffnung auf dem Zifferblatt ihrer Open-Serien einführte – heute eines der Erkennungsmerkmale der Marke–, wurde die Architektur des El-Primero-Kalibers neu gestaltet, indem das Regulierorgan (Unruh-Spiralfeder-Paar) seither am Rand platziert und damit zifferblattseitig gut sichtbar ist. Motor dieses neuen Modells ist also das moderne Uhrwerk El Primero 4061 mit COSC-Chronometerzertifikat sowie Anker und Hemmungsrad aus Silizium. Gleichzeitig hat Zenith diesen Zeitmesser mit kleinen sportlichen Noten geschmückt, etwa den blau-weiss-roten Linien, die über das Zifferblatt und das Armband verlaufen.

Chopard

Die Mille Miglia von Brescia nach Rom und zurück war lange Zeit eines der berühmtesten Tourenwagenrennen. Ferrari, Maserati, Porsche, Mercedes, Jaguar, Aston Martin, Bugatti und andere beteiligten sich an diesem Strassenrennen-Klassiker bis zur Einstellung 1957. Genau zwei Jahrzehnte später, 1977, erfuhr die Mille Miglia als Oldtimer-Rallye ihre Renaissance. Seit 1988 trägt die Uhrenmarke Chopard als Partnerin zum Fortbestand dieses Rennens bei und gibt dazu jedes Jahr eine limitierte Uhrenserie heraus. Seither folgten sich diese Kollektionen, doch die Ausgabe 2015 ist in den Augen von Chopard-Co-Präsident Karl-Friedrich Scheufele etwas ganz Besonderes.

Der Sammler historischer Autos ist bei jeder Mille Miglia als Fahrer dabei, manchmal in Begleitung von Jacky Ickx, dem «Monsieur Le Mans» und Botschafter der Genfer Marke. Dieses Jahr ist die Produktlinie Mille Miglia GTS (Gran Turismo Sport) neu mit zwei Modellen erschienen, darunter diese Power Control. Beide sind als erste Uhren der Kollektion mit Manufakturkalibern aus Chopards Fabrik Fleurier Ebauches im Val-de-Travers ausgestattet. Als besondere Referenz für den Erfolg dieser von Karl-Friedrich Scheufele vorangetriebenen, vertikalen In-House-Produktion.

Tag Heuer

Vor fast dreissig Jahren, 1988, stiess Ayrton Senna zum Rennstall McLaren und gewann seinen ersten Fahrer-Weltmeistertitel. Im selben Jahr heuerte er bei TAG Heuer als Markenbotschafter an und wurde mit seinem Charisma und Talent einer ihrer beliebtesten Repräsentanten. Seither blieb sein Name mit der Serie S/el (Sports Elegance) verbunden, einer Reihe ikonischer Zeitmesser dieser seit der Übernahme von Heuer durch TAG anno 1985 kometenhaft aufgestiegenen Marke. Die S/el war während der ganzen Neunzigerjahre das meistverkaufte Modell des Unternehmens, und dieser Erfolg setzte sich fort, als die Serie 1999 in Link umbenannt wurde.

Jetzt hat TAG Heuer als Hommage an den einstigen Botschafter und Ausnahme-Rennfahrer eine Kampagne mit vier neuen Spezialserien in den Kollektionen Formula 1 und Carrera gestartet. Alle diese mit Quarz- oder Automatikwerken ausgestatteten Stoppuhren schmückt auf dem Zifferblatt und der Lünette mit Tachometerskala das berühmte, stilisierte und rot lackierte «S», das exklusive Symbol für Senna. Ein weiteres Merkmal ist die Rückkehr des legendären Armbands von Ayrton Senna mit den Gliedern in S-Form, für bessere Ergonomie am Handgelenk allerdings neu gestaltet und stärker abgerundet.

Rolex

Der Schauspieler und Rennfan als Vater einer Legende: Diese Kombination trifft auf die berühmte Rolex Cosmograph Daytona zu, zu sehen am Handgelenk von Paul Newman in seiner Pilotenrolle in den Filmen «Winning» und «Carrera Mexicana». Tatsächlich verdankt dieses 1963 lancierte Modell seinen Ruhm zum grossen Teil dem amerikanischen Schauspieler, doch das ist weder in erster Linie das Verdienst von Rolex (Paul Newman war nie ein offizieller Botschafter der Marke) noch dieser beiden Filme. Es war vielmehr seine Frau, Joanne Woodward, die ihm 1972 ein Cosmograph-Modell schenkte, das auf den von ihm so geliebten Rennsport zugeschnitten war, und die auf dem Gehäuseboden die Mahnung «Drive slowly» gravieren liess.

Wie auch immer, die Legende gedieh, und seither ist die Cosmograph Daytona von Rolex eine echte Ikone. Das beweist auch diese Version Albino Ref. 6263 von 1971, die Eric Clapton gehört hatte und diesen Mai in Genf für 1,3 Mio. Fr. versteigert wurde. Seit der Einführung vor über fünfzig Jahren wurde die Cosmograph Daytona mit ihrem Drei-Zähler-Zifferblatt und der Lünette mit Tachometerskala äusserlich kaum verändert. In der aktuellen Version ist nun das Kaliber Rolex 4130 mit dem COSC-Chronometerzertifikat ausgestattet.