Märkte / Makro

Italiens Schuldenberg schürt Unsicherheit

Die italienische Regierung bleibt auf Konfrontationskurs mit der EU. Der Streit um die Neuverschuldung schreckt die Finanzmärkte auf.

Der Konflikt zwischen Rom und Brüssel geht in die nächste Runde. Am Dienstag hat die EU-Kommission Italiens Haushaltplan für 2019 zurückgewiesen – das hat es seit Bestehen der Eurozone noch nie gegeben. Stein des Anstosses ist die geplante Neuverschuldung, die gemäss der EU gegen den Stabilitätspakt verstösst. Italiens Regierung gibt sich unnachgiebig. Sie will das Budgetdefizit im kommenden Jahr auf 2,4% ausweiten, das ist dreimal höher, als die Vorgängerregierung in Aussicht gestellt hatte.

Befeuert wird der Konflikt von den Ratingagenturen, die Italien wegen der fehlenden Haushaltdisziplin mit einer Herabsetzung der Kreditwürdigkeit drohen. So hat Moody’s Italiens Bonität am Freitag auf Baa3 zurückgestuft, damit liegt sie noch eine Stufe über Ramschstatus. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?