Märkte / Aktien

Hedge-Funds-Risiken werden überschätzt

Diversifikation wird sich bei einer Marktkorrektur auszahlen.

Peter Meier und Regina Anhorn

Hedge Funds lagen letztes Jahr hinter Aktien und Rohstoffen zurück, übertrumpften jedoch Cash und Obligationen. Ähnlich das langfristige Bild, wobei die Betrachtung der Bruttorenditen verkennt, dass Hedge-Fund-Portfolios eine geringere Volatilität aufweisen und so eine bessere risikobereinigte Performance erbringen. Zudem haben sie aufgrund ihrer Korrelation mit Aktien und Obligationen günstige Diversifikationseigenschaften, und Trendfolgestrategien eignen sich sogar als Absicherung in einem Crash-Szenario.

Letztes Jahr strebten die Renditen unterschiedlicher Strategien auseinander. Systematische Makrostrategien wie Trendfolger hatten es erneut schwer, weil abgesehen von steigenden Rohstoffpreisen die Märkte politischen Unwägbarkeiten (Geldpolitik, Brexit, Trump-Wahl) ausgeliefert waren. Aktien-Hedge-Funds erzielten durchschnittlich eine positive Rendite, lagen aber weiter unter den Weltaktien. Viele Long-Short-Aktienmanager hielten mit Leerverkäufen das Aktien-Beta tief, weil sie nicht mit einer Fortsetzung der Börsenhausse rechneten. Am besten schnitten ereignisgetriebene Fonds ab, wie Merger Arbitrage und Aktivisten, wie jüngst der Fall GAM demonstriert. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?