Unternehmen / Schweiz

Freenet pokert um bessere Bedingungen bei Sunrise-Deal

Der Grossaktionär verschärft den Konfrontationskurs, um sich bei der UPC-Übernahme durch Sunrise in eine gute Position zu bringen.

(Reuters) Die geplante milliardenschwere Übernahme des Schweizer Kabelnetzbetreibers UPC könnte für den Käufer Sunrise zur Zitterpartie werden. Die deutsche Freenet als grösster Aktionär des Schweizer Mobilfunkkonzerns verschärft ihren Konfrontationskurs und versucht Insidern zufolge, im Gegenzug zur Zustimmung zu dem Deal mehr für sich herauszuschlagen. Freenet habe die amerikanische Citi beauftragt, ihren Handlungsspielraum dabei auszuloten. Vertreter von Freenet, der Verkäuferin Liberty und Sunrise hätten Gespräche aufgenommen. Die Stossrichtung sei «nicht Harmonie-getrieben», sagte eine der Personen.

Sunrise will UPC für 6,3 Mrd. Fr. übernehmen und den Kauf mit einer 4,1 Mrd. Fr. schweren Kapitalerhöhung finanzieren – das ist mehr, als Sunrise aktuell an der Börse wert ist. Obwohl die Freenet-Vertreter im Sunrise-Verwaltungsrat Insidern zufolge für den Deal gestimmt hatten, übte die Gesellschaft danach öffentlich Kritik. Die Kapitalerhöhung sei zu gross, kritisierte Freenet-Chef Christoph Vilanek. Er forderte, ein Teil des Kaufpreises solle in Aktien statt in bar entrichtet werden. An der Kapitalerhöhung wollen sich die Hamburger nicht beteiligen. Ob Freenet auf der Hauptversammlung gegen die Kapitalmassnahme stimmen werde, wollte Vilanek nicht sagen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?