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EZB-Ratsmitglied wegen Korruptionsvorwurf unter Druck

Kurz vor der Neubesetzung des EZB-Vizechefpostens ist der lettische Notenbank-Chef Ilmars Rimsevics wegen Verdacht auf Bestechlichkeit festgenommen worden.

(Reuters) Kurz vor wichtigen Weichenstellungen für den EZB-Rat sind Rücktrittsforderungen gegen das lettische Führungsmitglied der Europäischen Zentralbank wegen Bestechlichkeit laut geworden. Die Regierung des baltischen Staates forderte Notenbank-Chef Ilmars Rimsevics am Montag auf, sein Amt niederzulegen. Zusätzlich für Turbulenzen in der lettischen Finanzbranche sorgen Geldwäsche-Vorwürfe gegen die drittgrösste Bank des Landes, die ABLV. Ein Zusammenhang der beiden Fälle besteht laut der Anti-Korruptionsbehörde aber nicht. Rimsevics war am Wochenende festgenommen worden, nachdem Ermittler die Wohnung und das Büro des EZB-Ratsmitglieds durchsucht hatten. Der Skandal trifft die EZB kurz vor der Entscheidung über die Neubesetzung ihres Vizechefpostens. Die Euro-Finanzminister beraten darüber am Nachmittag. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?