Unternehmen / Ausland

General Electric: CEO John Flannery tritt zurück

Der schlingernde Industriekonzern kommt nicht zur Ruhe. Nun wird CEO John Flannery ersetzt. Die Aktien gewinnen.

(Reuters/ THA) Das Gastspiel von John Flannery als CEO von General Electric währte nur kurz: Am Montag informierte das Management darüber, dass Flannery abgesetzt werde. Seinen Posten übernimmt Verwaltungsratspräsident Lawrence Culp. Der 55-Jährige, der seit April für GE arbeitet, hatte sich zuvor mit dem Umbau des US-Industriekonzerns Danaher einen Namen gemacht.

Die Börsen reagieren dennoch erleichtert: Die Aktien von GE eröffnen fast 14% fester. Das, nachdem sie vergangene Woche auf ein Neunjahrestiefst von 11.21 $ gefallen waren.

Milliardenschwere Abschreibungen

Flannery stand seit August 2017 an der Spitze des Industriekonzerns. Doch nun konnte er die Gewinnprognosen nicht mehr halten. Vor allem im Kraftwerksgeschäft hatte sich die Lage zuletzt verschärft. Als Weltmarktführer leiden die Amerikaner besonders unter der schwindenden Nachfrage nach Turbinen für traditionelle Kraftwerke, die auch dem Erzrivalen Siemens zu schaffen macht. Dazu kamen noch technische Probleme mit einer neuen Generation von Gasturbinen. Als Konsequenz schreibt GE die Kraftwerksparte, die mit einem Wert von 23 Mrd. $ in der Bilanz steht, fast vollständig ab.

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