Unternehmen / Energie

Energiedienst-CEO: «Unsere Politik heisst Marge vor Menge»

Martin Steiger, CEO des deutsch-schweizerischen Versorgers Energiedienst, über das schwierige Geschäft mit Ökostrom aus Wasserkraft im nicht regulierten Bereich des Energiemarktes.

Die sinkenden Grosshandelspreise für Strom – eine Folge der starken Förderung von neuen erneuerbaren Energien wie Sonne und Wind – spielen Energiedienst übel mit. Strom aus Wasserkraft, den Energiedienst produziert, bringt immer weniger ein; Betriebsergebnis und Gewinn sind seit Jahren rückläufig. CEO Martin Steiger erklärt im Interview mit «Finanz und Wirtschaft», mit welchen Mitteln er der Ergebniserosion begegnen will.

Herr Steiger, Energiedienst ist eine Tochtergesellschaft der deutschen EnBW Energie Baden-Württemberg, hat aber den Sitz in der Schweiz und ist an der Schweizer Börse kotiert. Energiedienst hat Kraftwerke und Kunden in Deutschland und in der Schweiz. Ist sie nun ein deutsches, ein schweizerisches oder ein transnationales Unternehmen?
Wir bezeichnen uns als binationales Unternehmen. Wer am Rhein aktiv ist und dort Kraftwerke baut, erhält automatisch Brückenköpfe auf deutschem und schweizerischem Gebiet. Das ist seit Beginn unserer Unternehmensgeschichte so. Aus dieser Konstellation konnten und können wir immer wieder Vorteile ziehen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?