Unternehmen / Praktikus

Der Praktikus vom 24. Juni 2017

Die Themen: das Unfallrisiko Chinas, Nestlé späht zum Kunden, Geduld für Oerlikon und gespannt auf Zur Rose.

«Sich beklagen ist keine Strategie. Man muss mit dem aktuellen Umfeld zurechtkommen, nicht mit dem, das man sich wünschte.»
Jeff Bezos (*1964)
Gründer und CEO von Amazon und Besitzer der «Washington Post» über Medien

Lieber Investor

Es ist schwierig, genau zu verstehen, was in China abgeht. Aber die Signale, die ich wahrnehme, stimmen mich nachdenklich. Lassen Sie mich erklären wieso.

Die chinesische Zinskurve ist seit Kurzem invers. Das heisst, der Zins für kurzfristige Ausleihungen ist höher als der für zehnjährige Staatsanleihen. Das ist ein Ausnahmezustand, denn eigentlich will ein Gläubiger dafür entschädigt werden, dass er dem Kreditnehmer für eine längere Sicht Geld ausleiht. Nun hat aber Chinas Zentralbank angefangen, die Kreditbedingungen zu verschärfen. Die Geldmarktzinsen sind bereits gestiegen. Am Interbankenmarkt, wo sich Banken gegenseitig kurzfristig Geld ausleihen, sind seit Ende 2016 die Zinsen von unter unter 3% auf 5,1% gestiegen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?