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Der Praktikus vom 23. Februar 2019

Die Themen: die UBS und das Kind der Finanzkrise, Swiss Re und der ewige VRP, das Scherzartikel-Problem, Wahlen auf Vorrat bei DKSH, Medartis macht stutzig, und Asmallworld hat sich verzettelt.

«Man hat im Leben die Wahl, entweder mit der Masse mitzulaufen oder vor ihr davonzulaufen.»
Ingrid Bergman
schwed. Schauspielerin (1915–1982)

Lieber Investor

Französisch ist eine umständliche Sprache. Und wie um das französische Geschwurbel zu beweisen, hat die Staatsanwaltschaft mit dem sperrigen Namen Parquet National Financier das Gericht überzeugt, dass die UBS schuldig ist und Bussen und Entschädigungen von rund 5 Mrd. Fr. wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung und Geldwäsche zahlen soll.

Interessant an der Untersuchungsbehörde ist vor allem, dass sie erst seit 2014 existiert. Sie ist ein Kind der Finanzkrise. Zu Recht fanden die Franzosen, ein normaler Staatsanwalt sei mit umfassenden Finanzdelikten überfordert. Spannend auch, wie sich die PNF im 2017er-Jahresbericht anpreist. Er sieht aus und liest sich wie ein Geschäftsbericht eines Startups, nur werden statt steigender Umsätze steigende Bussensummen und statt wachsender Gewinne stetig höhere Entschädigungszahlungen für den Staat ausgewiesen. Das ist der Kontext, in dem der UBS-Fall verhandelt wurde.

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Leser-Kommentare

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Lothar Schuster 22.02.2019 - 19:06
Bei der UBS ist mehr als nur verletzter Stolz im Spiel. Die Argumente und Zeugen der UBS wurden NICHT in ausreichendem Maße berücksichtigt und gewürdigt. Außerdem ist die Strafe in dieser Höhe MAßLOS übertrieben. Das war kein faires Verfahren, sondern ein politischer Prozeß. Ich bin weder Mitarbeiter, noch Aktionär der UBS. Mein Sohn und ich sind aber fast 15 Jahren… Weiterlesen »
Mischa Sidjanski 26.02.2019 - 10:59

Lieber Praktikus, Ihre Scherz-Artikel vernehme ich sehr gerne. Ich bin aus von Ihnen beschriebenen Gründen über Wisekey und Klingelberg gestolpert… Ihre Zeilen lese ich sehr gerne! Gruß!