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Der Praktikus vom 21. Februar 2018

Die Themen: Sammlerwerte vs. Aktienanlagen, die GV-Saison steht vor der Tür und es geht um Löhne, wer kauft wen im Telecommarkt, die SNB-Garantie von Orell Füssli und ein bevorstehendes Listing.

«Will man den Charakter eines Menschen erkennen, muss man ihm Macht geben.»
Abraham Lincoln (1809–1865)
16. Präsident der USA

Lieber Investor

Als Fan von nichtkotierten Anlagen bin ich ja nicht gerade bekannt. Aber meine Zeilen in der letzten Kolumne über ein ungenügend dokumentiertes Angebot für ein Investment in einem nichtkotierten Unternehmen haben ein Echo ausgelöst. So wurde einem Leser von einer unbekannten Vermittlerfirma per Telefon die Beteiligung an einem Unternehmen angeboten. Die Mindestanlage war 1 Mio. Fr. Notabene.

Es gibt aber nichtkotierte Aktiven, abgesehen von Immobilien, denen bin ich weit weniger abgeneigt. Zum Beispiel Autos, Wein und auch Kunst. Im eben publizierten Credit Suisse Global Investment Returns Yearbook, in dem traditionell die langfristigen Renditen von Anlageklassen ausgewiesen werden, zeigen die Autoren diesmal auch einen Vergleich der langfristigen Renditen von eben diesen nichtkotierten schönen Assets, die sie Sammlerwerte nennen. Sehen wir mal davon ab, dass es in einem Markt mit Unikaten wie im Kunstmarkt extrem schwierig ist, einen Preisindex zu kreieren, oder auch einen Index für Briefmarken oder seltene Musikinstrumente. Und sehen wir es den Autoren überdies nach, dass sie Uhren nicht im Schmuckindex eingerechnet haben. Dann sehe ich vergnügt, dass real aus einem 1900 in Weltaktien investierten Dollar bis heute 387 geworden sind und weder Wein (65 $) noch Kunst (9 $) eine Chance haben. Ich bin ja ein einfacher Mensch: Ich kaufe Bilder, um sie an die Wand zu hängen, Wein, um ihn zu trinken, und Aktien, um langfristig meinen Lebensabend zu finanzieren.

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