Seit der Finanzkrise kommt das Investment Banking nicht mehr ins Laufen. Wegen höherer Kapitalanforderungen lässt sich mit der Emission von Wertschriften und dem Handel nicht mehr genügend Rendite erzielen. Nur die Grössten und Besten in einzelnen Teilmärkten schaffen es, gewinnbringend zu arbeiten.

Darum hat sich das Profil der grössten Kapitalmarktbanken seit der Krise gewandelt. Aber es ist eben nicht jede Bank eine UBS (UBSG 18.16 -1.41%), die über ein riesiges Vermögensverwaltungsgeschäft verfügt und gleichzeitig so radikal die Investmentbank geschrumpft hat.

Gerade die Credit Suisse (CSGN 7.47 -0.40%) ist in diesem Vergleich noch viel mehr vom Investment Banking abhängig. Nach neun Monaten im laufenden Jahr, so haben Analysten von Morgan Stanley (MS 87.28 +0.33%) zusammengefasst, stammten immer noch 47% des Ertrags von der Kapitalmarktsparte. Damit gehört die CS weiterhin zu den exponiertesten Banken in diesem Vergleich. Bei der UBS waren es noch 27%.

Nur Goldman Sachs (GS 328.21 -0.61%), die wohl reinste Investmentbank, die es noch gibt, Deutsche Bank (DBK 11.83 +0.19%), Citi und Barclays (BCY 1.79 +0.85%) übertrafen den Wert der CS.

Der Umbau der Credit Suisse hat also erst begonnen. Über den weiteren Weg wird die Bank kommende Woche am Investorentag informieren.