Unternehmen / Ausland

Daimler schraubt Gewinnziele nach unten

Der deutsche Autobauer senkt wegen steigender Kosten im Zusammenhang mit der Diesel-Affäre seine Gewinnprognose.

(Reuters) Der neue Daimler-Chef Ola Källenius kippt wegen der Abgasaffäre die Gewinnziele für dieses Jahr. Einen Monat ist er im Amt, nun musste er die Rückstellungen für behördliche Verfahren und Rückrufe von Dieselfahrzeugen um fast eine Milliarde Euro aufstocken. Dies werde das Ergebnis im zweiten Quartal belasten, gab der Stuttgarter Konzern am Sonntagabend bekannt. Statt von einem leichten Anstieg geht Daimler für 2019 nun von einem Betriebsgewinn in der Grössenordnung des Vorjahres aus, also gut elf Milliarden Euro. Es ist die dritte Gewinnwarnung in einem Jahr – und für Källenius, der den langjährigen Daimler-Boss Dieter Zetsche im Mai ablöste, eine Bürde: In einem ohnehin schwierigen Jahr muss er nun bei laufendem Konzernumbau gegen einen Vertrauensverlust bei den Anlegern ankämpfen: «Das ist kein guter Start», sagte Autoanalyst Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?