Unternehmen / Finanz

Graubündner KB zeigt stabile Zahlen

Analyse | Die Kantonalbank hat keine Sorgen mit den Private-Banking-Töchtern in Zürich. GKB-CEO Alois Vinzens hofft, den US-Steuerstreit im Herbst mit «marginalen Konsequenzen» abschliessen zu können.

Die Graubündner Kantonalbank (GKB)weist für das erste Halbjahr ein praktisch unverändertes Ergebnis aus (vgl. Tabelle). Dies ist nicht selbstverständlich, weil die GKB mit ihren Beteiligungen an der Privatbank Bellerive (62,5%) und der Private Client Bank (50%) in Zürich ein Standbein im Private Banking hat. Dieses ist in der Regel volatiler und problembehafteter als das klassische Zinsgeschäft.

Viele andere Kantonalbanken haben sich deshalb von ihren Private-Banking-Tochtergesellschaften getrennt oder das Geschäft ins Mutterhaus integriert. Die GKB nicht, im Gegenteil. An einer Analystenkonferenz schloss CEO Alois Vinzens sogar akquisitorisches Wachstum im Private Banking nicht aus: «Wir schauen den Markt wieder an, sehen aber gerade kein Target.» Nicht in Frage käme ein Aktiendeal, wohl aber Wachstum durch die Übernahme von Kunden durch die bestehenden Beteiligungen.

Wenig Steuersünder
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