Unternehmen / Ausland

Bombardier bleiben nicht einmal Brosamen

Dem Flugzeugbauer bleibt nur die Hoffnung. United Airlines will lieber Maschinen von Boeing, und Iran setzt vorest auf Flugzeuge von Airbus. Zur Unzeit droht dem kanadischen Unternehmen neues Ungemach.

Bombardier ist angezählt. Daran hat auch die Finanzspritze der Regierung der Provinz Québec über 1 Mrd. $ im Oktober nichts geändert, ebenso wenig die 1,5 Mrd. $ für den Verkauf von 30% des Eisenbahngeschäfts im November. Die Titel kennen nur eine Richtung. Seit Anfang 2015 haben sie 78% an Wert verloren.

Düsterer ist die langfristige Entwicklung. Seit dem Höchst im September 2000 haben die Titel 97% verloren. Momentan notieren sie auf einem 25-Jahres-Tief.

Wie kritisch die Situation ist, unterstreichen auch die ausstehenden Anleihen. Der im März 2018 fällige Bond in Dollar wird aktuell zu 9,3% verzinst. Der Kreditaufschlag auf den risikolosen Zins ist wieder auf dem Niveau vor der Staatshilfe im Oktober. Der Effekt ist also verpufft. Der Markt schätzt die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls in den nächsten fünf Jahren auf 62%.

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