Unternehmen / Ausland

Bei Auto-Aktien ist zu viel Negatives eingepreist

Die konjunkturelle Unsicherheit setzt den Automobilaktien arg zu. Der pessimistische Blick auf die Branche lässt die Bewertungen übertrieben sinken.

BMW Group und Daimler haben seit Anfang Jahr so viele Automobile abgesetzt wie nie zuvor. Doch ihre Aktien enttäuschen. Der europäischen Konkurrenz – Volkswagen, PSA (Peugeot), Renault und Fiat Chrysler Automobiles (FCA) – geht es nicht besser. Die Aktien des Segments haben seit Jahresbeginn im Mittel 23% eingebüsst, dreimal mehr als der Gesamtmarkt (Stoxx Europe 600: –8%). Vor Wochenfrist stand es gar –33 zu –11%, nach bereits herben Verlusten im Vorjahr.

Selbst wenn die Gewinnschätzungen zu hoch wären, sind die Bewertungen niedrig. Die Kurs-Gewinn-Verhältnisse auf Basis der von Bloomberg erfassten Analystenprognosen für 2017 reichen von 3 bis 7 (Stoxx Europe 600: 14). Der übliche Abschlag von rund einem Drittel ist weit überschritten. Die Kurs-Buchwert-Verhältnisse signalisieren Stress. Selbst das der grundsoliden BMW Group – die die Krise von 2008/09 verlustfrei bewältigt hatte und seither nochmals stärker geworden ist – hat Niveaus unter eins getestet. Solche Werte sind (wie bei Toyota) ein klares Kaufsignal.

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