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Bank Linth zaubert

Der Ertrag sinkt, die Kosten steigen, doch der Gewinn bleibt exakt auf Vorjahreshöhe.

Bank Linth (LINN 600.00 +0.84%) hatte ein «starkes erstes Halbjahr», das «operativ ausgezeichnet» lief und einen «sehr guten Gewinn» zeigte, beurteilt das Management des mehrheitlich zur Liechtensteinischen Landesbank gehörenden Institut den ­eigenen Semesterausweis.

Diesen kann man auch anders lesen: Das tiefe Zinsniveau drückte den Erfolg aus der gewichtigsten Ertragssäule, dem Zinsgeschäft, 7,7% oder 2,4 Mio. auf 29,2 Mio. Fr. Nach Wertberichtigungen ­betrug das Minus gegenüber der Vorjahresperiode sogar fast 4,5 Mio. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft stieg 3,6% auf 9,2 Mio. Fr. Der Erfolg aus dem Handel sprang dank ausserordentlich vielen Devisentransaktionen ein Drittel auf 3,1 Mio. Fr.

Insgesamt sank der Geschäftsertrag im Semester 5,6% auf 42,8 Mio. Fr. Derweil erhöhte sich der Geschäftsaufwand 6,1% auf 29,2 Mio. Fr. – hauptsächlich wegen der 4,15 Mio. $ teuren Einigung im US-Steuerstreit, die die Periodenrechnung mit 1,8 Mio. Fr. belastete.

Trotz rückläufigen Ertrags und gestiegener Kosten weist die Bank Linth einen Gewinn von 11,5 Mio. Fr. aus – exakt auf Vorjahreshöhe. Wie ist das möglich bei einem Geschäftserfolg, der doch 24% unter Vorjahr lag? Man löst 3,8 Mio. Fr. Rückstellungen und Reserven auf.

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