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Bank Linth steigert Gewinn um mehr als die Hälfte

Die zur Liechtensteinischen Landesbank LLB gehörende Regionalbank blickt auf das erfolgreichste Erstsemester ihrer Geschichte zurück. Trotzdem sind die Aktien kein Kauf.

Die Bank Linth (LINN 600.00 +0.84%) bestätigt die für das erste Semester bereits am 11. Juli veröffentlichten Eckwerte (vgl. hier). Der Gewinn ist deutlich in die Höhe geschossen. Auf Stufe Bruttogewinn verbesserte sich das zur Liechtensteinischen Landesbank gehörende Institut um 36,5% auf 16,1 Mio. Fr., unter dem Strich, bereinigt um die Zuweisung an die Reserven für allgemeine Bankrisiken, stieg der Gewinn gar 55,4% auf 13,7 Mio. Fr.

Rückstellungen aufgelöst

Zum Gewinnsprung trugen drei Faktoren bei: Erstens verbesserte sich der Betriebsertrag, getrieben vom guten Zinssaldo, 6,6% auf 43,6 Mio. Fr. Zweitens spiegelt sich im Geschäftsaufwand (–6,6% auf 27,6 Mio. Fr.) die Wirkung des Sparprogramms, und drittens konnten Rückstellungen in der Höhe von netto 1,7 Mio. Fr. aufgelöst werden. Letzteres sei auf die niedrigen Marktzinsen und «den Grundsatz des qualitativen Wachstums» zurückzuführen, schreibt die Bank Linth im Aktionärsbrief.

Im zweiten Semester will die Bank die Anstrengungen zur Kostenreduktion weitertreiben. Für den Jahresabschluss stellt sie einen Gewinn über dem des Vorjahres in Aussicht.

Teure Aktien

Die Aktien der Bank Linth sind wenig attraktiv: Selbst wenn der Jahresgewinn der Bank Linth 40% steigen würde, wäre die Bewertung der Papiere mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (2014) von 15 noch zu hoch. Die Dividendenrendite von 1,7% ist niedrig. Der Handel an der Börse ist dünn.