Märkte / Aktien

An der Börse Seoul regiert das Prinzip Hoffnung

Die Entwicklung im amerikanisch-chinesischen Handelsstreit tangiert Südkorea besonders stark. Derzeit geben die Konjunkturstimuli den Aktien Schub.

Südkoreas Exporte sind ein Frühindikator für den Welthandel und die koreanische Konjunktur. Die viertgrösste asiatische Volkswirtschaft ist hochgradig abhängig von der externen Nachfrage nach Elektronikprodukten, Autos oder auch Schiffen. Die Nachricht, dass die Exporte in den ersten zwanzig Tagen im Januar der Vorjahresperiode gegenüber 15% gefallen sind, hätte eigentlich besonders an der Börse Seoul grössere Unruhe auslösen sollen. Doch der Hauptindex Kospi setzt seinen Aufwärtskurs seit Anfang Jahr bisher unbehindert fort.

Der Index, der 2018 mit einem Minus von über 17% die schlechteste Performance seit der Finanzkrise 2008 an den Tag legte, hat in den vergangenen vier Wochen rund 7% gewonnen. Die Bekanntgabe der Anklageerhebung der US-Staatsanwaltschaft gegen den chinesischen Telecomausrüster Huawei am Dienstag bremste den Aufwärtstrend nur vorübergehend, und der Leitindex schloss erneut im Plus. Für gute Stimmung sorgte die Ankündigung der Regierung, mit einem Infrastrukturprogramm im Umfang von 24,1 Bio. Won (21,5 Mrd. $) das Wachstum zu stützen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?