Unternehmen / Gesundheit

An Aevis scheiden sich die Geister

Der Verkauf des Löwenanteils der Spitalimmobilien hat dem Unternehmen Luft verschafft – ein «Meilenstein» oder «ein Notverkauf»?

Antoine Hubert fühlt sich nicht immer ganz verstanden. Der Verwaltungsratsdelegierte und Grossaktionär von Aevis Victoria betont im Gespräch: «Unsere Positionierung als Beteiligungsgesellschaft wird bisher nicht wahrgenommen. Der Markt betrachtet uns noch zu sehr als Spitalgesellschaft.» Die in seinen Augen falsche Wahrnehmung kommt allerdings nicht von ungefähr. Die achtzehn Privatkliniken sind bedeutendster Teil des Unternehmens, auch was den künftigen Gewinn betrifft.

In der Transformation hin zu einer Beteiligungsgesellschaft ist Aevis vergangene Woche ein Schritt vorwärts gelungen. Sie reduzierte den Anteil an der auf Spitalimmobilien spezialisierten Tochter Infracore von 80 auf 19%. Käufer zum Preis von insgesamt 311 Mio. Fr. waren das auf Spitalinfrastruktur spezialisierte US-Unternehmen Medical Properties Trust (MPT) sowie der Immobilienarm von Baloise. Die Versicherung hatte schon im Dezember eine erste Tranche von 20% zum Preis von 86,5 Mio. Fr. erworben. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?