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American Express streicht 5400 Stellen

Der Kreditkartengigant krempelt seine Reisesparte kräftig um. Die Massnahmen wirken sich negativ auf den Gewinn im vierten Quartal aus.

American Express (AXP 187.66 +0.26%) wird in den nächsten Monaten 5400 Stellen in ihrer Reisesparte abbauen. Das entspricht 8,5% der gesamten Belegschaft des Kreditkartenkonzerns. Der Stellenabbau war durch die Abwanderung der Kunden auf digitale Kanäle unvermeidbar geworden. Für Abfindungen stellt American Express insgesamt 895 Mio. $ bereit. Restrukturiert wird auch das Loyalitätsprogramm Membership Reward. Die Kosten dafür werden mit 342 Mio. $ veranschlagt.

Gewinn fällt

Die Massnahmen wirken sich negativ auf den Gewinn im vierten Quartal aus. Im Vergleich zum Vorjahresquartal bleiben47% weniger und damit 657 Mio. $ übrig. Das entspricht 56 Cent je Aktie. American Express hat ein Kostenproblem, das durch die Restrukturierungsmassnahmen gelindert werden soll. Dazu kämpft das Unternehmen damit, dass die Nachfrage nach Kredit durch die Entschuldung der Konsumenten abgenommen hat.

Akiten sind gefragt

Trotz der Probleme befinden sich die Aktien des Kreditkartenanbieters auf einem Höhenflug. Seit Anfang 2009, als sie gerade mal 12 $ wert waren, hat sich der Kurs verfünffacht. Dank der Restrukturierung sollen die Kosten konzernweit in den kommenden zwei Jahren nur noch rund 3% steigen. Noch 2011 betrug die Kostensteigerung 13%. Amex-CEO Kenneth Chenault trifft die richtigen Entscheide und scheint das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen.